Erste OP und Krankenhaus Chaos

In diesem Krankenhaus ging soviel schief, dass dies der Grundstein einer schwerwiegenden Krankenhausphobie war.

 

Ich fand mich in der Klinik ein. Mir wurde gesagt, ich würde den Nachmittag vorher noch einmal untersucht und am nächsten Tag würde die Versteifungs OP stattfinden.

Am Tag der Einweisung passierte jedoch gar nichts. Mir wurde jedoch ständig versichert, dass die OP stattfinden würde. Einen Arzt bekam ich auch nicht zu sehen.

Am nächsten Tag bekam ich kein Frühstück und wartete auf die OP. Plötzlich bat man mich zu einer Untersuchung, in der ich 3 Liter Wasser trinken sollte. Wie sollte das gehen, wenn ich eigentlich operiert werden sollte?
Wie sich herrausstellte hatte der Arzt, der die OP geplant hatte, einfach die OP abgesagt und niemanden darüber in Kentniss gesetzt. Ich war mit den Nerven ziemlich am Ende, da ich die OP nur noch hinter mich bringen wollte.

Ich erhielt einen Termin für die drauffolgende Woche und als Bonus durfte ich ohne Zuzahlung auf die Privatstation.

 Am OP Tag kam ich pünktlich in der Klinik an und die OP dauerte volle 8 Stunden. Erst nach 11 Stunden wachte ich aus der OP auf und hatte sofort schreckliche Schmerzen.

Der Schmerzarzt wusste keinen Rat und gab mir starke Schmerzmittel, die ich nicht vertrug. Keine Schwester hatte für mich Zeit und ich lag 1 Stunde in meinem erbrochnen und wäre beinahe daran erstickt. Es stellte sich herraus, dass ich gegen das Schmerzmittel sehr stark allergisch war.

Man sagte mir, dass ich 16 Wochen den Fuß nicht belasten dürfe und entließ mich Nachhause mit der Aussage, dass die Schrauben brechen würde (diese Aussage trug in Boberg zur allgemeinen Erheiterung des Klinik Personals bei)

Nach 16 Wochen war es soweit, die Schrauben sollten entfernt werden und ich dürfte endlich mit der EAP beginnen. 

Leider lief auch hier wieder einiges schief, was mir allerdings verschwiegen wurde. Man gab mir wieder das Medikament auf das ich allergisch reagierte (und ich hatte deshalb einen Schock). Ich klingelte nach der Schwester diese fauchte mich völlig unentspannt an, dass ich mich gedulden solle. Ich meinte, dass ich dies nicht könnte... Da ich ihr unbequem wurde, schob Sie mich und meine Sachen in die Ambulanz und somit aus dem Krankenhaus. Dort nahm man mich dann auf einer anderen Station auf und gab mir das Gegenmedikament und beatmete mich die Nacht hindurch.

Schön nur, dass beim entfernen Metallsplitter zurückblieben und sich entzündetend und einige Wochen später zu Knochenkrebs führen sollten, da das Gewebe anfing zu mutieren.

Aber zunächst begann ich mit der Reha. Nach 4 Wochen merkte ich ein Knacken im Fuß und hatte wieder starke Schmerzen. (das war der Moment indem die Versteifung aufbrach). Von nun an belogen mich die Ärzte. Mir gegenüber hieß es immer wieder, dass der Fuß versteift wurde. Kaum war jemand von der Berufsgenossenschaft dabei wurde behauptet, dass Gelenk wurde frei gegeben und alles wäre gut.

Auch nach 5 Monaten EAP besserte sich die Stabiltät nicht. Die Frage auf Spezielle Schuhe, die den Fuß unterstützen würden, wurden abgelehnt mit dem Kommentar: Die sehen doch doof aus... (lieber hässliche Schuhe, als bei jedem Schritt schmerzen.....)

Irgendwann platzte der Berufsgenossenschaft der Kragen und es wurde ein CT veranlasst. Dort stellte man das erste Mal die Diagnose Knochenkrebs und hielt fest, dass die Versteifung aufgebrochen war.

Für mich wurde sofort ein Termin in Boberg vereinbart und ich erhielt dort erstklassige Behandlung. Wir konnten innerhalb einiger Wochen den Krebs mit Medikamente und Bestrahlung besiegen. Ich erhielt spezielle Schuhe und alles lief gut.

29.1.16 15:27

Letzte Einträge: Praktikum beim Radio und weitere Fehleinschätzungen, Umschulung und Enttäuschungen, Diagnose Krebs im Endstadium, Skispringen in Willingen, Wochenende in Cardiff

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