Wochenende in Cardiff

Ich bedankte mich über Facebook bei Martin Koch und schrieb ihm, was es mir aufgrund der Diagnose bedeutete dieses Autogramm zu bekommen.

Was ich kaum für möglich hielt, war eine Antwort, die mich sehr stark ermutigt hat zu kämpfen und nicht aufzugeben. Darum fange ich an diesen Blog zu schreiben und meine Erfahrungen zu teilen! 

Ich möchte dir, falls du dies liest, noch einmal von Herzen danken!

 

Am Abreise Tag nach Cardiff las ich am Flughafen von dem schrecklichen Sturz von Lukas Müller. Dieser Unfall erschütterte mich zutiefst. Ich hatte eigentlich vor nach meinem Tod mein Vermögen zwischen meinen Freunden und der Sportförderung des ÖSV aufzuteilen, da ich etwas Gutes tun wollte. Nach dieser Nachricht entschloss ich mich einen Teil für seine Genesung zu spenden (was ich Anfang nächster Woche auch endlich tun werde)

 

In Cardiff einem kurzen Flug und langer Bahnfahrt angekommen war ich einfach nur froh dort zu sein. Für mich ist es die schönste Stadt auf der Welt!

 Am nächsten Morgen machten wir uns auf dem Weg zur neuen Doctor Who Experience und ich war sehr begeistert. Uns viel ein Flyer der Cardiff Comic Con in die Hand, die am gleichen Tag stattfinden sollte, also machten wir uns auf den Weg.

Dort traf ich einen Schauspieler, den ich sehr bewundere: gareth david lloyd der Schauspieler von Ianto Jones aus Torchwood. Diese Begegnung und das Autogramm machten mein Wochenende perfekt und ich konnte alles einmal für einen Augenblick vergessen!

29.1.16 16:04, kommentieren

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Skispringen in Willingen

Einige Wochen nach der Diagnose merkte man, dass die Bestrahlung tatsächlich etwas gebracht hat und man riet mir zur Chemotherapie und zu einigen OPs.

Jedoch wollte ich noch einige Wochen warten, da für mich 2 wichtige Ereignisse anstanden. Das Skispringen in Willingen und der Besuch der Doctor Who Experience in Cardiff.

 

Ich arbeitete als Free Willy an der Schanze während des Weltcups und verbreitete wie üblich gute Laune. Ich verriert niemanden, was für furchtbare Schmerzen ich in Wirklichkeit durchlitt und behielt auch die Diagnose und die darausfolgende OP und Chemo für mich. Ich wollte einfach nur, dass alle ein schönes Wochenende haben und wollte die Stimmung nicht herunterziehen.

Der Samstag verlief wie immer super, auch wenn ich enttäuscht war, dass ich keine Autogramme ergattern konnte.

Auch am Sonntag sah es so aus, als ob ich leer ausgehen würde. Alle Anfragen wurden ignoriert und ich verlor langsam die Hoffnung.

Dann lief Martin Koch an mir vorbei, den ich für seinen Ehrgeiz sehr bewunderte. Menschen wie, konnten mir erfolgreich zeigen, dass es wichtig ist zu kämpfen und das es sich immer lohnt jeden Tag neu zu genießen.

Er unterschrieb mir auf meinem Ausweis und ahnte wahrscheinlich keinesfalls, was dieses Autogramm für einen Emotionsausbruch auslöste.

Es gab Menschen, die sich ein paar Sekunden Zeit nahmen und mir einen großen Traum erfüllten. Ich war indem Moment so gerührt, dass ich mich nicht anständig bedankte. Es ging mir einfach um die Geste. Das sollte jedem bewusst machen, dass die kleinsten Taten das Leben von einem anderen Menschen verändern können.

Ich verfolgte seine Karriere im Fernsehen und fand seine Leistung großartig. Vom Fan sein möchte ich nicht sprechen. Fan stammt von Fanatisch und da ich lange Zeit in der Musicalszene Zuhause war, weiß ich ganz genau, dass ich nicht zu diesen Freaks gehören wollte.

Außerdem kann ich durch mein Journalismus Studium und meine Fortbildung zur Kampfrichterin ganz gut auf professioneller Ebene differnzieren.

 

Aufjedenfall löste diese Begegnung bei mir den Wunsch aus den Krebs nicht so einfach siegen zu lassen. Auf der Rückfahrt nahm ich allen Mut zusammen und sprach mit meinen Freunden über die erneute Diagnose und bekam jegliche Unterstützung zugesagt.

29.1.16 15:56, kommentieren